Snowboard

„Wer meint, er könnte Zeit sparen, indem er seine Uhr anhält, ist ebenso auf dem Holzweg wie Skilehrer, die glauben Snowboarden unterdrücken zu können, indem sie es ignorieren!“
Gott sei Dank sind die Zeiten vorbei, in denen eine breite Masse diesen Irrglauben vertreten hat.
Mittlerweile gehört Snowboarden zur Normalität auf den Pisten… aber leider immer noch viel zu wenig in die Skilehrerausbildung.
Der DVS (Deutscher Dachverband für das Skilehrwesen) hat es sich zum Ziel gesetzt, Skifahren und Snowboarden in den Ausbildungen zu vernetzen. Andere Verbände haben bestehende Konzepte wieder aufgegeben, da oft die Inkompetenz (auf dem Snowboard und Ski) und Ignoranz der Lehrteams dem guten Willen der Verbandspolitik im Weg steht.
So unterscheiden wir uns wohl auch in den nächsten Jahren immer noch in Snowboardlehrer und Skilehrer und der Traum vom Schneesportlehrer muss noch etwas warten.

D a b e i . v e r b i n d e t . u n s . m e h r
a l s . u n s . t r e n n t !

Die Notwendigkeit von Kombikursen

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In vielen Situationen ist es gewiss sinnvoll, Ski- und Snowboardkurse zu trennen. Hierzu gehört mit Sicherheit der Anfängerunterricht, da Skifahren heute mit einer starken Lokomotion (Fortbewegung auf dem Hang) verbunden ist, Snowboardunterricht, jedoch zumindest am ersten Tag eher auf allen Vieren stattfindet.

Im Fortgeschrittenenunterricht und im freien Skifahren sieht dies jedoch anders aus. Hier ist es nicht einzusehen, warum Freunde in unterschiedlichen Gruppen fahren sollen, nur weil der eine doppelt so viele Gleitgeräte unter den Füßen hat, wie der andere.
Im Schulskikurs stellt sich hier sogar eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Keine Schule kann es sich erlauben für z.B. eine Klasse 3 Skilehrer für 3 Leistungsgruppen und noch einmal 3 Snowboardlehrer für 3 Leistungsgruppen mitzunehmen.
KOMBI-KURSE könnten aber sinnvoll nur von Lehrern unterrichtet werden, die selbst Erfahrungen im Snowboarden und Skifahren haben.

Dies umfasst:
- Kenntnisse über Technik beider Sportarten
- Kenntnisse über die Methodik beider Sportarten
- Eigene Erfahrungen mit beiden Sportgeräten (s. weiter unten)

Ohne auf technische Zusammenhänge einzugehen (hier hilft z.B. das Technik-Modell „Drehen-Kanten-Belasten“), gibt es schon alleine Unterschiede in den Begrifflichkeiten.
Selbst wenn Zielsetzungen gleich und die dafür notwendigen Bewegungen ähnlich sind, unterscheiden sich die Aufgabenstellungen doch enorm (Ein Snowboarder hat nun einmal keinen Innenski, ein Skifahrer keine Backside). Hinzu kommt, dass es oft unterschiedliche, ja gegensätzliche Begriffe für die gleiche Sache gibt.

Im Skript „Der Kombikurs“ habe ich versucht, Begriffe und Aufgabenstellungen gegenüber zu stellen. Leider gehört das Skript aus Zeitmangel zur Rubrik „Unvollendetes“, ist aber auch so schon eine große Hilfe für den Kombikurs.
Ich verschicke gerne das Skript auf Anfrage zur Weiterbearbeitung als WORD-Dokument. Natürlich mit der Bitte um Rücklauf in SKIUNTERRICHT.com!

Im Downloadbereich steht bereit:

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BEREICH: …noch mehr Schneesport – Snowboard
TITEL: Der Kombikurs
MEDIUM: Skript
INHALT:Wenn, z.B. in Schulskikursen die Notwendigkeit besteht, Skifahrer und Snowboardfahrer in einer Gruppe zu unterrichten, bedarf es guter Kenntnisse über die technischen Unterschiede. Dies betrifft z.B. auch unterschiedliche Übungsbeschreibungen.
Das Skript ist „unvollendet“ und wartet auf Mithilfe zur Vollendung. Ich verschicke gerne das Skript auf Anfrage zur Weiterberarbeitung als WORD-Dokument.
Autor: F. Trendelkamp

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BEREICH: …noch mehr Schneesport – Snowboard
TITEL: Übungssammlung zum Kombikurs
MEDIUM: Skript
INHALT:Übungssammlung zum gemeinsamen Kurs mit Ski- und Snowboardfahrern
AUTOR: Skilehrteam des Bayr. Kultusministeriums, aus: CD Gleitsportarten

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BEREICH: …noch mehr Schneesport – Snowboard
TITEL: Möglichkeiten und Grenzen des Kombikurs
MEDIUM: Skript
INHALT: Möglichkeiten und Grenzen verbunden mit Tipps zur Durchführung. Als Struktur dient das Modell „Kanten-Drehen-Belasten“
AUTOR: Volker Schmalfuß

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Öffnung von Geist und Herz für das Snowboarden

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Anfängliche Bemühungen von mir in den 90er Jahren Skilehrern in der Ausbildung an das Snowboarden heranzuführen, scheiterten kläglich. Wer durch die Mühle einer Skilehrerausbildung geht, hat keinen Spaß an einem ganzen Tag auf allen Vieren!

Aus dieser Notwendigkeit habe ich zwei Methoden entwickelt, die das Erlernen des Snowboardens extrem vereinfachen. Skifahrer mit Gleiterfahrungen erlernen so an einem Tag das Snowbaordfahren.
So ist mittlerweile der Snowboardtag in der Ausbildung „Schneesport-an-Schulen“ ein unumstrittenes Ereignis, dass statt Frust und nasse Hosen, Spaß und Zugang zum Snowboardfahren vermittelt.

Eine Säule dieser Methoden ist das Fahren mit Stöcken (für den Schüler). Sie helfen beim Aufstehen, verhindern das „Umfallen“ und dienen als Lernhilfe. Weiß der Schüler vom Skifahren her mit Stöcken umzugehen, ist es noch einfacher als bei völligen Anfängern.
Die andere Säule ist der Einsatz von Snowblades oder Bigfoot´s für den Lehrer. Sie machen ihn wendig und „hilfsbereit“. Sie ermöglichen vor allem aber auch das Mitgleiten des Lehrers mit Hilfestellung durch die Kurse.
siehe auch: http://www.youtube.com/watch?v=QRWNMRsNU3M&feature=youtu.be

Im Downloadbereich steht bereit:

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BEREICH: …noch mehr Schneesport – Snowboard
TITEL: Neue Snowboardmethoden
MEDIUM: Artikel aus der Festschrift zum 70. Geburtstag von W.Kuchler
INHALT: Wenn Skifahrer/ (-lehrer) auf das Snowboard sollen, erlebt man oft harte Widerstände. …außer man sorgt für schnelle Erfolgserlebnisse ohne Frust. Die beiden Methoden gehen von der Voraussetzung aus, dass der SB-Schüler mit Stöcken umgehen kann und z.B. durch Partnerarbeit eine Hilfskraft auf Snowblades zur Verfügung steht.
Die Erfolge sind sensationell und äußerst motivierend.
Die Snowblademethode wird mittlerweile von uns auch in normalen Anfängerkursen erfolgreich angewandt.
AUTOR: F. Trendelkamp

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BEREICH: …noch mehr Schneesport – Snowboard
TITEL: Lernen mit Stöcken
MEDIUM: Skript (1. Methode aus „Neue Snowboardmethoden“)
INHALT: siehe oben - Kleinere inhaltliche Weiterentwicklungen zum Artikel. Der Schüler lernt SB-Fahren mit Unterstützung seiner Stöcke
AUTOR: F. Trendelkamp

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BEREICH: …noch mehr Schneesport – Snowboard
TITEL: Lehren mit Supershorties/ Snowblades
MEDIUM: Skript (2. Methode aus „Neue Snowboardmethoden“)
INHALT: siehe oben - Kleinere inhaltliche Weiterentwicklungen zum Artikel "Der Lehrer steht auf Blades"
AUTOR: F. Trendelkamp

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TITEL: Sicherheit im Wintersport - Snowboarden
MEDIUM: Artikel aus SPORTUNTERICHT 57 (2008) 1
INHALT:
Grundsätze zum sicheren Durchführen von Snowboardkursen incl. Sehr kurzer methodischer Hinweise für die ersten Schritte.
Ein guter Einstiegsartikel ins Thema
AUTOR: Heidi Palatinusch – Unfallkasse Baden-Württemberg
SPEICHERORT: …noch mehr Schneesport/ Snowboard
DATEINAME: Sicherheit im Snowboardfahren.pdf

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Eigene Erfahrungen sind wichtig

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Wissen um Technik und Methodik reicht oft nicht aus. Der Schneesportlehrer mit einem Kombikurs muss unbedingt selbst über Bewegungserfahrung mit beiden Geräten verfügen.

Ein schönes Bespiel hierfür ist die Spurwahl: Fahren Snowboarder in Skigruppen mit, schimpfen sie oft über zu viel Laufen und Steigen. Fortbewegung jenseits des Hangabtriebs bedeutet für Snowboarder „Abschnallen“ und „Laufen“, wo ein Skifahrer einen lässigen Schlittschuhschritt macht oder mit den Stöcken ein wenig nachschiebt.
Trotzdem gibt es für Snowboarder dieses Problem in ihren eigenen Gruppen selten. Ein Snowboarder wählt sein Fahrspur immer vorausschauend mit der Überlegung, immer noch ein wenig Gefälle in „Reserve“ zu haben, falls sich Schnee oder Gelände unvorhersehbar ändern. Für Skifahrer ist diese Spurwahl ebenso gut wie jede andere, nur muss der Führer/ Schneesportlehrer sich dieser Sache bewusst sein, bzw. das „Snowboarder-Auge“ dafür haben.

Ich möchte alle Skilehrer ermutigen, sich dieser Herausforderung zu stellen. Mit der richtigen Methode bewältigt ein guter Skifahrer am dritten Tag jede Piste (mit Spaß und neuem Bewegungserlebnis)! …. und …. beides zu können, heißt nicht eines dafür aufgeben zu müssen/wollen.

Die ideale Verbindung von Ski und Board ist übrigens der Monocarver oder Skwal.