Springen

Warum Springen?
Diese Frage ist eher eine didaktische als eine sicherheitstechnische Frage. Wann immer Kinder und Jugendliche mit Ski, Snowboard, Inlineskates, Skateboard oder ähnlichem unterwegs sind, versuchen sie zu springen.
Oft sind jedoch ihre selbst erbauten Sprunggelegenheiten aus mangelnder Sachkenntnis oder mangelndem Material riskant und unfallträchtig.
Was liegt also näher, als im Sinne einer Sicherheitserziehung den Ball oder besser die Schaufel aufzunehmen und mit Kindern oder/und für Kinder eine sicherheitsgerechte Schanze zu bauen.

Springen ist Wildheit

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Jeder jugendorientierte Skifilm der letzten Jahre hat das Springen zumindest als einen seiner Schwerpunkte gewählt. Vorbei sind allerdings die Zeiten, als die Welt John Eaves bei seinem ersten dreifach Salto mit drei Schrauben auf einer Freestyleschanze zujubelte. Als er 1986 im Film „Fire and Ice“ die Hauptrolle spielte, sprang er plötzlich über alles, was im Wege stand. Zumindest sah es für die Kamera so aus. Hinter der Kamera, wie auch bei allen Wettkämpfen und den damals modernen Freestyle-Camps standen sorgsam gebaute Schanzen mit einem Schanzenwart, der stets den Zustand der Schanze überprüfte.
In den modernen Filmen springen und fahren die „jungen Wilden“ im wilden Gelände über Klippen und Felsen, vorwärts und rückwärts. Keine Frage, dass sie auch dies wohlbedacht und geschützt mit Protektoren tun, nur ist dies letztlich für den jugendlichen Skifahrer überhaupt nicht mehr zu erkennen und optimistisch stürzt er sich ebenfalls von allem, was nach einer Sprungmöglichkeit aussieht.
Die Krönung war in der Saison 2004/05 eine Artikelserie in der größten deutschen Ski-Zeitschrift über das Springen, in der ein Crash-Kurs zum Salto rückwärts angeboten wurde, den man von der Größe her unter einer Check-Karte hätte verstecken können.

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Dem Wunsch nachgeben

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Kein Frage, dass sich aus dieser Darstellung der Wunsch der Jungendlichen zum Springen mehr verstärkt denn je. Oft findet der Lehrer/Skilehrer aber nicht den Mut, sich mit seinen Schülern einmal diesem Thema zustellen, denn wer hoch fliegt, kann auch tief stürzen. … und passieren soll ja auf keinen Fall etwas!
Also lässt man die Schüler als „Entschädigung“ gerne einmal über Wellen und Buckel am Pistenrand springen. Gerade hier aber lauern die Gefahren durch das Springen in das Flache.
Bei gezieltem und methodisch betreutem Springen über eine „sichere“ Schanze ist dies kaum gefährlicher als das Fahren über einfache Geländeformen. Bei solchen Schanzen ist der Springer trotz langer Flugphasen nie mehr als einen halben bis maximal einen Meter vom Boden entfernt.
Auch bei dieser geringen Höhe sind kleine Kunststücke möglich. Wer ängstlicher ist, erlebt bei den ersten Versuchen vielleicht nur das angenehme Gefühl der Entlastung ohne wirklich en Boden unter den Füßen zu verlieren und tastet sich so langsam heran.
Unsere Erfahrungen sind eindeutig und positiv: Am Ende ihrer ersten Schneewoche dürfen Ski-und Snowboardfahrer „abheben“. Das Angebot kommt immer gut an. Selbst Mädchen trauen sich. Verletzte gab es bis heute noch keine!

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Funparks und ihre Fragwürdigkeit

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zum Bild:
Bei einer guten Schanzen ist ein Sturz nicht mehr als ein Dahinrutschen aus der Standhöhe
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Fast in jedem Skigebiet finden wir mittlerweile Fun- Parks. Hauptbestandteil sind in der Regel Schanzen mit unterschiedlichen Anforderungen.
Fast alle Schanzen werden jedoch so gebaut, dass nach dem Absprung ein flaches Übergangsstück entsteht, bevor der steile Aufsprung kommt. Dies bringt den Springer weiter weg vom Boden und sieht spektakulär aus.
Der Springer aber, der aus Vorsicht, mangelnder Erfahrung oder Angst den steilen Aufsprung nicht erreicht, läuft automatische Gefahr sich im Flachstück zu verletzten.
Selbst im aktuellen deutschen Skilehrplan und in manchen Schneesportlehrerausbildungen wird dieser fragwürdige Schanzenbau so propagiert.
Für Fun- Parks sowie für den methodischen Aufbau sind sichere Übungsschanzen unersetzlich.

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IM DOWNLOAD-BEREICH STEHT BEREIT:
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TITEL: Hoch hinaus – Vom Springen und Schanzenbauen!
MEDIUM: Artikel aus SPORTUNTERRICHT 11/2006
INHALT:
Der Artikel beschreibt, wie man sichere und methodisch sinnvolle Anfängerschanzen für den Einsteiger bauen kann.
AUTOR: F. Trendelkamp
SPEICHERORT: Noch mehr Schneesport/ Springen
DATEINAME: Hoch hinaus – Vom Springen und Schanzenbauen.PDF

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TITEL: Vom Springen zum Fliegen
MEDIUM: Artikel aus SnowSport 3/2006
INHALT:
Der Artikel beschreibt, wie man sichere und methodisch sinnvolle Anfängerschanzen für Fortgeschrittene bauen kann.
AUTOR: Christian Reinke
SPEICHERORT: Noch mehr Schneesport/ Springen
DATEINAME: Vom Springen zum Fliegen.PDF

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