Verwaltungsvorschrift

Unter http://www.hessen.de/irj/HKM_Internet?cid=98f23d288a9c30a6005eb34487002587 findet man die "Verordnung über die Aufsicht von Schülerinnen und Schülern" als PDF. Hier ist unter Anlage 4, Abschnitt IV der Punkt zur Regelung der Schulskiwanderungen einzusehen. Unter http://www.hessen.de/irj/HKM_Internet?cid=b2c11a618cd5e6852f0d2837892f7777 ist dann der entsprechende Erlass "Schulwanderungen und Schulfahrten" als PDF, allerdings ohne nähere Beschreibung zu Schulskiwanderungen, zu finden.

Richtlinien für die Ausbildung und Überprüfung von Lehrkräften für die Berechtigung zum Unterrichten in
Schulski- und Schulsnowboardkursen und für die Leitung dieser Kurse
Richtlinien für die Ausbildung und Überprüfung von Lehrkräften für die Berechtigung zum Unterrichten in Schulski- und Schulsnowboardkursen und für die Leitung dieser Kurse

Erlass II B6 – 170.000.076 – 42 – vom 15.10.2006 – Abl. 11/06
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Skilaufen und Snowboardfahren an Schulen haben wegen ihrer besonderen Möglichkeiten Einstellungen und Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen positiv zu beeinflussen, einen anerkannten Platz in der pädagogischen Arbeit.

Der Unterricht in Ski- und Snowboardkursen dient nicht allein dem Erlernen von Bewegungsfertigkeiten, sondern muss sich gleichermaßen mit Sicherheits- und Ausrüstungsfragen, mit Fragen des Umweltschutzes und mit dem angemessenen Verhalten des Einzelnen und der Gruppe auf Pisten und in Loipen sowie ,bei der Benutzung alpiner Beförderungsanlagen befassen.

Die Vermittlung von Fachinformationen und Wissen über ökologische Zusammenhänge, gezielte konditionelle Vorbereitung sowie das Erfahren sozialer Prozesse im Zusammenhang mit Wintersportveranstaltungen und das Wecken überdauernder Interessen an der Ausübung des Wintersports und dessen kritische Reflexion sind übergeordnete Zielsetzungen.

Nicht zuletzt wegen der Gefahren des Sporttreibens im alpinen Raum müssen Lehrkräfte, die in Schulski- und/oder Schulsnowboardkursen unterrichten und insbesondere Lehrkräfte, die solche Kurse leiten, für diese Aufgaben besonders qualifiziert sein.

Die Zentrale Fortbildungseinrichtung für Sportlehrkräft des Landes (ZFS) führt daher in meinem Auftrag Grund- und Erweiterungslehrgänge zum Erwerb der Qualifikation

- zum Unterrichten in Ski- und Snowboardgruppen unter verantwortlicher Leitung und
- Leitung von Schulski- und Schulsnowboardkursen

durch.

Anderen Organisationen/Institutionen kann auf Antrag von mir die Genehmigung erteilt wegen, auf der Grundlage der nachfolgend beschriebenen Ausbildungsinhalte, Ausbildungsdauer und Prüfungsanforderungen entsprechende Lehrgänge anzubieten.

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A. Grundlehrgänge zum Erwerb der Berechtigung zum Unterrichten von Ski- oder Snowboardgruppen

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1. Teilnahmeberechtigung:
Teilnahmeberechtigt sind alle Lehrkräfte im hessischen Schuldienst.

2. Ausbildung und Überprüfung von Lehrkräften für die Berechtigung zur Erteilung von Ski- oder Snowboard-Unterricht:

Ausbildung und Prüfung in der Disziplin "Ski" umfassen die Bereiche Alpinskilauf und Skilanglauf, in der Disziplin „Snowboard" die Bereiche Snowboard und Skilanglauf.
Die praktischen und theoretischen Inhalte der Ausbildung orientieren sich an den Lehrplänen des Deutschen Verbandes für das Skilehrwesen (DVS) und seiner ihm angeschlossenen Verbände.

3. Inhalte des Grundlehrgangs:

 Grundlagen des Skilanglaufs in Praxis und Theorie,
 Technik und Methodik des Alpinskilaufs bzw. des Snowboardfahren (Erste Erfahrungen, paralleles Grundschwingen bzw. Schwingen. Lehrwege. Erfahrungserweiterung, Spiel- und Wettbewerbsformen, Unterrichtsmaßnahmen. Unterrichtsmittel. Unterrichtsorganisation),
 Kennen Lernen und Einsatzmöglichkeit anderer Schneesportgeräte,
 Unterrichtsplanung und Unterrichtsgestaltung,
 Ausrüstung, Materialpflege, Wachskunde
 Winterliche Berggefahren, Erste Hilfe,
 Rechtsfragen, Verhaltensregeln, Sorgfalts- und Aufsichtspflicht, einschlägige Verordnungen und Erlasse,
 Natursport und Umwelterziehung; Problemaspekte des Winter- und Alpinsportes

Teilnehmer/Teilnehmerinnen, die die Berechtigung zur Leitung von .Schulski- und Schulsnowboardkursen (gem. Abschnitt B) erwerben wollen, erhalten neben der jeweiligen Spezialdisziplin (Alpinski oder Snowboard) eine Einführung in der jeweils anderen Disziplin.

4. Zeitlicher Rahmen

Der zeitliche Rahmen gilt sowohl für die Ausbildung / Einführung im Alpinskilauf, als auch für die Ausbildung/ Hinführung im Snowboardfahren, jeweils einschließlich Skilanglauf.

Es gliedert sich in
 Technikausbildung……………….mit ca. 20 Std.
 Methodikausbildung ………………. mit ca. 15 Stunden
 Theorie …………………………… mit ca. 15 Stunden
 Eigenrealisation/ individuelle Verbesserung … mit ca. 5 Stunden
 Überprüfung (Theorie und Praxis) …… mit ca. 5 Stunden.

5. Prüfung

Die Prüfung ist bestanden, wenn in den nachfolgenden Prüfungsteilen jeweils mindestens ausreichende Leistungen erbracht werden.

5.1 Praxis

Die Praxisprüfung orientiert sich an den vom DVS und den ihm angeschlossenen Verbänden festgelegten Prüfungsrichtlinien für Skilanglauf, Alpinskilauf und Snowboard.

5.1 Theorie

Mit Hilfe eines Fragebogens oder im Rahmen eines Kolloquiums werden Kenntnisse überprüft, die zum Unterrichten in Ski- bzw. Snowboardgruppen und im Skilanglauf notwendig sind.

5.3 Lehrversuch

Anhand vorgegebener praxisorientierter Themen ist die Befähigung nachzuweisen, Ski- oder Snowboardgruppen selbständig unterrichten zu können.

5.4 Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss wird aus mindestens zwei vorn ZFS beauftragten fachkundigen Lehrkräften gebildet.

5.5 Wiederholung

Werden Leistungen in einem der geforderten Prüfungsteile als nicht ausreichend beurteilt, kann die Überprüfung in einem folgenden Lehrgangs wiederholt werden. Die bei der Erstüberprüfung erfolgreich abgeschlossenen Prüfungsteile werden angerechnet.

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B Erweiterungslehrgänge zum Erwerb der Berechtigung zur Leitung von Schulski- und Schulsnowboardkursen (Skilanglauf, alpiner Skilauf, Snowboard)

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1. Teilnahmeberechtigung

Teilnahmeberechtigt sind Lehrerinnen und Lehrer im hessischen Schuldienst, die
 eine Lehrbefähigung für das Fach .,Sport" haben und
 die erfolgreich an einer Alpinski- und/oder Snowboardausbildung im Rahmen eines Grundlehrganges teilgenommen haben (vgl. Abschnitt A).

2. Ausbildung und Überprüfung

Die Ausbildung und Überprüfung beinhalten vertiefende theoretische und praktische Anforderungen.

Inhalte der Erweiterungslehrgänge
 Planung. Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung eines Schulski- und Schulsnowboardkurses
 Alternativ- und Ergänzungsangebote (z.B. Eislaufen, ökologische Wanderung)
 Lehrplan/Literatur
 einschlägige Richtlinien, Erlasse, Verordnungen. Gesetze
 Materialkunde
 Skigymnastik, Trainingsprogramme
 Naturschutz und Wintersport
 Erlebnispädagogische Aspekte

4. Zeitlicher Rahmen

 Praxis: …………………………………. ca. 8 Stunden
 Theorie und Unterricht:………………… ca. 12 Stunden
 Überprüfung (einschließlich Hausarbeit): .. ca. 10 Stunden

5 Prüfungrüfung

Die für die Leitung von Schulski- und Schulsnowboardkursen notwendigen Kenntnisse sind in
 einer schriftlichen Ausarbeitung
 und in einem Kolloquium
nachzuweisen.
Die Überprüfung ist bestanden, wenn in beiden Prüfungsteilen jeweils mindestens ausreichende Leistungen erbracht werden.

6. Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss wird aus mindestens zwei vom ZFS beauftragten fachkundigen Lehrkräften gebildet.

7. Wiederholung

Werden Leistungen in einem der geforderten Prüfungsteile als nicht ausreichend beurteilt. kann die Überprüfung in einem folgenden Lehrgang wiederholt werden. Der bei der Erstüberprüfung erfolgreich abgeschlossene Prüfungsteil wird angerechnet.

Nach erfolgreichem Abschluss der Lehrgänge werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Lehrgangs- und Qualifikationsbescheinigungen nach den im Anhang aufgeführten Mustern ausgestellt.

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